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    Thorsten Fuhrmann
art activities
 
 

 
Egon Stöckle

1936 in Kaufbeuren geboren, hat sich erst nach mehreren
Semestern Philosophie und Theologie dem Studium der
Kunst an der Münchner Akademie der Bildenden Künste
zugewandt, wo er Meisterschüler von Prof. Heinrich
Kirchner war.
Seine zahlreichen bildhauerischen Arbeiten in Holz, Stein,
Beton und Bronze befinden sich im öffentlichen Raum, in
Privatbesitz und in Sakralbauten.

“Die Antithese zwischen runder offener und kantig
geschlossener Form löst Stöckle in seinen Toren auf.
Gerade hier findet seine halbabstrakte Art zu
arbeiten eine Fülle von Ausdruckstiefen. Nie sind
die Tore statisch, ruhig, immer sind sie in Bewegung,
als wollten sie sich aus der Menschenwelt entfernen,
als wären sie selbst menschliche Wesen, in ihrer
klaren, in ihrer zerbrechenden Gestik. Sie wirken
auch wie Stolen, die man sich umhängt, bevor
kultische Handlungen zelebriert werden. Es sind
Teile der Meßgewänder eines letzten, abschließenden
Gottesdienstes. Nicht immer gespreizt, sondern auf
Spaltgröße verengt lassen sie uns hindurchsehen,
dahinter eine andere Wirklichkeit ahnen, sind sie
Nadelöhre unseres Geistes, durch die hindurch wir
uns zwängen müssen, um eine andere Wirklichkeit
kennenlernen zu können. Und von daher wundert es
nicht, daß sie zutiefst weibliche Symbole sind, durch
die hindurch uns eine neue Sicht der Welt geboren
wird.”

Peter Dempf

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